Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr

Forschung für die Sicherheit

Das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr ist eine Ressortforschungseinrichtung der Bundeswehr für den Schutz vor biologischen Kampfstoffen und anderen gefährlichen Infektionskrankheiten. Es befasst sich wissenschaftlich mit einer Vielzahl von Bakterien, Viren und Biogiften, die auch potenziell als Kampfstoffe missbraucht werden könnten. Dabei handelt es sich um in der Natur selten vorkommende Erreger oder Toxine, die in der Regel schwere, zum Teil tödliche, leicht von Mensch zu Mensch übertragbare und schwierig zu behandelnde Erkrankungen auslösen können. Diese schnell und zweifelsfrei diagnostizieren zu können, ist eines der Forschungsziele am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr.

Das Institut verfügt dazu sowohl über weltweit schnell-verlegbare Laborfähigkeiten, als auch über eine nach internationalen Standards akkreditierte Diagnostikabteilung. Die in München aufgebauten Testverfahren und Laborfähigkeiten bieten eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten auch in der Diagnostik natürlicher Infektionen und Ausbrüche. So diagnostizierte das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr im Januar 2020 die ersten Fälle von COVID-19 bei Menschen in Deutschland, isolierte das SARS-Coronavirus-2 und entschlüsselte dessen Erbgut. Zusammen mit der Technischen Universität München, der Ludwig-Maximilian-Universität und dem Helmholtz-Zentrum bildet das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr seit 2010 den Partnerstandort München des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF).

Das wissenschaftliche Fachpersonal des Instituts beteiligen sich sowohl an der akademischen Lehre verschiedener Universitäten als auch an der Aus- und Weiterbildung im Rahmen der Lehrgänge der Sanitätsakademie der Bundeswehr. Im zweijährigen Abstand veranstaltet das Institut die Medical Biodefense Conference, die sich zu einem internationalen Forum für den wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch im Fachgebiet entwickelt hat.