Institut für Mikrobiologie
der Bundeswehr

Aktualisierte Einsenderinformationen zur Zika-Virus-Diagnostik finden Sie in der rechten Spalte.

Zentralbereich Diagnostik

Leitung: Medizinaldirektorin Dr. Sabine Zange

Die im Rahmen der mobilen medizinischen B-Aufklärung ermittelten diagnostischen Ergebnisse bedürfen der Bestätigung durch stationäre Verfahren. Dies geschieht durch Einbeziehung zusätzlicher, z.B. kultureller oder molekularbiologischer Methoden sowie durch aufwändigere Algorithmen, die zum Beispiel eine stärkere Differenzierung oder den Ausschluss seltener Fehldiagnose-Konstellationen ermöglichen. Überdies erfolgt die stationäre Diagnostik in einem gemäß DIN EN ISO 15189 voll akkreditierten Labor, was den Anspruch an das Vertrauensniveau widerspiegelt. Die diagnostischen Leistungen der Konsiliarlabore des Instituts werden ebenfalls im akkreditierten Diagnostikbereich erbracht. Das Leistungsspektrum steht nicht nur den Einrichtungen des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, sondern auch Einrichtungen der zivilen Gesundheitsversorgung zur Verfügung. Im Bereich der Stadt München wird zum Beispiel die orientierende Diagnostik importierter gefährlicher Infektionskrankheiten durch das Institut sichergestellt. Der Zentralbereich Diagnostik ist eines von drei in Deutschland für die orientierende Ebola-Diagnostik akkreditierten Laboren.  Er betreibt auch Forschungsprojekte zur Weiterentwicklung der diagnostischen Verfahren und beteiligt sich an internationalen Projekten zur Standardisierung der Diagnostik gefährlicher Infektionskrankheiten.

So ist der Zentralbereich Diagnostik zum Beispiel an dem von der EU geförderten Forschungsprojekt EMERGE: „Efficient response to highly dangerous and emerging pathogens at EU level“ beteiligt. EMERGE ist ein Europäisches Netzwerk, dem 40 Laboratorien angehören, die auf die Diagnostik von Risikogruppe-3-Bakterien bzw. auf Risikogruppe-3- und 4-Viren spezialisiert sind. Das Netzwerk hat zum Ziel, Routineverfahren und neue Diagnostika für hochpathogene Erreger zu evaluieren. Ringversuche zur externen Qualitätskontrolle, Trainingsprogramme und der Erfahrungsaustausch bei Netzwerktreffen dienen dazu, auf Bedrohungslagen und Ausbrüche auf EU Ebene und darüber hinaus adäquat reagieren zu können.

Weiter Informationen zum Emerge-Programm: https://www.emerge.rki.eu/